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Rumba

Geschichte

In den Gassen des alten Havanna entstand dieser einzigartige emotionale Paartanz, der heute nicht zu unrecht als der Ursprung des modernen Lateintanzens gilt. Entstanden ist die Rumba durch eine Mischung aus europäischen und afrikanischen Elementen: Spanische Siedler brachten den Tanz Fandango nach Kuba, aus Afrika kamen Trommelrhythmen und eine charakteristische Hüftbewegung hinzu. Die Rumba nahm im Laufe ihres jahrhundertelangen Evolutionsprozesses verschiedene Namen an, erst sprach man weiterhin von Fandango, dann war der Name Habanera gebräuchlich, ehe man begann vom Bolero zu sprechen. Dieser Name ist erst Anfang des 20. Jahrhunderts durch den Begriff Rumba abgelöst worden und hin und wieder noch immer in Benutzung. 1921 kam die Rumba nach Europa und wurde im Berlin der Zwanziger durch zahlreiche „Negerrevuen“ und exotische Bälle bekannt. Man tat sich allerdings schwer, den exotisch anmutenden Hüftschwung zu tanzen und versuchte ihn auf Schritte des Foxtrotts zu Rumbamusik zu tanzen. Eine Mode, die nur von kurzer Dauer war. Im Zeichen der Weltwirtschaftskrise brach das vielschichtige kulturelle Leben dieser Epoche in Europa und Amerika zusammen. In Deutschland verboten die Nationalsozialisten die Ausübung des Tanzes, weil er als „undeutsch“ und „entartet“ aufgrund seiner indigenen Wurzeln angesehen wurde. In Amerika brachte der Sieg über Nazideutschland die Swingära zum Vorschein und in den darauf folgenden fünfziger Jahren tauchte auch die Rumba aus der Vergessenheit hervor. Man war sich allerdings zunächst uneins, wie der Tanz gestaltet werden sollte. Choreographen aus England formten die „Square Rumba-Bolero“ die auf Basis eines Karrées funktionierte. In Frankreich fand man dieses unzureichend und entwickelte einen Wiegeschritt, der fortan als Grundschritt gelten sollte. In den ganzen 50ger Jahren wurde aus dieser anfänglichen Unsicherheit der sogenannte „Rumba-Krieg“ weil beide Parteien sich nicht einigen konnten. Zunächst sah alles so aus, als ob die Square- Rumba sich durchsetzte, allerdings passten die Schritte schwer zu anspruchsvollerer Choreographie, so das die meisten Turniertänzer sich der Wiegeschritt- Version verschrieben. Heute hat sich der Wiegeschritt- Grundschritt (Cuban Basic) weitgehend überall durchgesetzt, auch wenn es noch immer einige Tanzschulen geben mag, wo man dies anders sieht. Seit den 60ger Jahren gehört Rumba zu den Latein- Turniertänzen und gilt als besonders schöner aber auch anspruchsvoller Tanz. Rumba hat ihren Evolutionsprozess noch immer nicht beendet. Viele Turnierpaare bemühen sich um neue Denkansätze und verschiedene Auslegungen der Musik.

Stil

Rumba gilt als der Lieblingstanz der Choreographen. Das liegt zum einen daran, das der Tanz vergleichsweise einfach konstruiert ist und das die recht langsame Musik viel Spielraum lässt. Der Tanz weist neben den Originalfiguren auch Einflüsse aus dem Ballett und anderen Lateintänzen auf. Die Choreographie mit all ihren unterschiedlichen Elementen ist daher extrem vielseitig und umfangreich. Rumba gilt als der klassische Tanz der Liebe schlechthin und verdient diesen Titel weit mehr als der Tango. Rumba ist zu sehen als ein zärtliches Spiel zwischen beiden Tanzpartnern, bei dem es aber auch um Eifersucht, Hingabe und sexuelle Anziehung gilt. Die Dame versucht dabei stets die Aufmerksamkeit des Mannes zu erhaschen und ihn zu verführen, während der Herr zwischen Abneigung und absoluter Ekstase schwankt. Umschrieben wird dieser Umstand mit dem „Tease and Run“ Prinzip, welches sich wie ein roter Faden durch den ganzen Tanz zieht. Selbst bei einfachen Basisfiguren wie der Alemana und dem Fan lässt sich eben dieses beobachten.

Technik

Die Technik dieses Tanzes ist besonders niveauvoll, und viele Lateintänzer schenken ihm besondere Beachtung. Insbesondere der Dame wird eine saubere Fußarbeit und eine stark ausgeprägte Hüftaktion abverlangt, etwas das eine gute Beweglichkeit und Kraft in den Beinen erfordert. Die Herren müssen balanciert stehen und ebenfalls eine Hüftacht setzen. Diese Hüftacht, bei Tänzern auch „Magic 8“ genannt ist omnipräsent in der Rumba und wird auf alle Schritte getanzt. Sehr fortgeschrittene Tänzer schaffen auf eine zeitlich versetzte Acht im Oberkörper, was besonders beweglich anmutet. Auch die Armtechnik hat eine besondere Bedeutung. Die Arme werden zum entsprechenden Schritt zur Seite gelenkt, wobei zunächst die Schulter, dann der Oberarm, usw. erhoben wird. Diese Bewegung wird bis in die Fingerspitzen fortgesetzt, so das eine Welle entsteht.

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